papyrus.li

Home | Papier-Forum  | Papierlexikon | Labels | Papier-Geschichte | Kontakt | Impressum

Grösstes, mir bekanntes deutschsprachiges Papierlexikon.

A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   XYZ

C

Calciumkarbonat Bezeichnung für Kreide oder Kalkstein. Wichtiges Produkt der Papierindustrie für die Herstellung von Papier als Füllstoff oder für Streichfarbe als Pigment. CaCo3

Carbon-Papier In anderen Ländern gebräuchlicher Name für Kohle-Papier.

CB-Papier Auf der Rückseite mit einem farbenentwicklenden Strich versehenes Papier (coated back) für die Herstellung von selbstdurchschreibenden Mehrfachformularen.

Cellulose siehe Zellstoff

 

 

CFB-Papier Beidseitig gestrichenes Papier für die Herstellung von selbstdurchschreibenden Mehrfach-Formularsätzen (coated front back).

CF-Papier Auf der Oberseite mit einem farbentwickelnden Strich versehenes Basispapier (coated front) für die Herstellung von selbstdurchschreibenden Mehrfachformularen.

Chemische Papiere / Handdurchschreibe-Papier Papier mit (meist blauer, gelber oder roter) Farbschicht, das die Farbe durch mechanischen Druck (z.B. durch Kugelschreiber) an eine Unterlage abgibt.

Chemieschliff entsteht durch Verschleifen (Holzschliff) von Faserholzknüppeln, die zuvor mit warmen Lösungen von Natriumverbindungen behandelt wurden, um die Fasern schon teilweise aufzuschliessen.

Chinapapier Das erste richtige Papier der Menschheit. Es wurde um Christi Geburt herum „erfunden“ - und wird auch heute noch vorwiegend auf traditionelle Weise in China, Japan und Korea aus Bast vom Maulbeerbaum (Broussonetia papyrifera) hergestellt. Die Bastfasern verleihen dem Chinapapier eine grosse Stabilität und Geschmeidigkeit.

 

Chlorbleiche Zellstoffbleiche mit Hilfe von Elementarchlor oder Chlorverbindungen. Die Chlorbleiche ist, chemisch gesehen, das optimale Verfahren, um Lignin, das unter Sauerstoffeinwirkung das Papier brüchig macht und stark vergilben lässt, von der Zellstoff-Faser zu trennen. Der Nachteil des Verfahrens ist aber, dass die Abwässer aus der Chlorbleiche leider nur unzureichend gereinigt werden können und daher die Gewässer belasten. Weltweit werden aber aus diesem Grunde bereits chlorfreie alternative Bleichverfahren praktiziert die keine Umweltbelastung darstellen. Chlorfreie Papiere

Chlorfreie Papiere In der allgemeinen Umgangssprache die Bezeichnung für Papier, das aus Zellstoff hergestellt wurde, der ohne Elementarchlor oder Chlorverbindungen gebleicht wurde. Am gebräuchlichsten sind heute Sauerstoff und Wasserstoffperoxid. Solche Papiere werden mit der Abkürzung "TCF" = totally chlorine free" gekennzeichnet. Chlorbleiche

Chlor- und säurefreie Papiere Papiere ohne metallschädliche Bestandteile zum Verpacken von empfindlichen Gegenständen aus Metall.

Chromalin, „Chrom“ Der umgangssprachliche Ausdruck „Chrom“ wird oft im graphischen Gewerbe als allgemeine Bezeichnung für chemische Probedrucke verwendet. Die korrekte Bezeichnung ist Chromalin, ein chemischer Probedruck von Dupont.

Chromoduplex-Karton (GD) Decke holzfrei weiss gestrichen, Einlage und Rückseite grau. Ein Karton mit sehr hohem Altpapieranteil. Gut zu falzen, rillen und nuten. Ideal für Faltschachteln, Einleger, Blisterverpackungen aller Art.

Chromoersatz-Karton (UC) Ein mehrlagig gegautschter Karton, der keine gestrichene, aber eine gut satinierte, holzfreie Decke aufweist. Die Rückseite ist holzhaltig und hell. Findet Verwendung für Faltschachteln, Verpackungen und Displays.

Chromo-Karton (GC) Ein mehrlagiger Karton, Decke holzfrei weiss, meist mehrfach gestrichen, Einlage hell, mit heller oder weisser Unterlage. Manche Qualität mit Rückseitenpigmentierung. Bestens geeignet für Faltschachteln und Verpackungen, Ansichtskarten, Schallplattenhüllen, Anhänger. Als Sonderqualität auch mit beidseitig gleicher, gestrichener Vorder- und Rückseite, mit Spezialeinlage, hoher Glätte und sehr hohem Volumen. Gut lackierbar. Wird eingesetzt für Aufsteller, Displays u.ä..

Chromolux  Markenname für eine gussgestrichene, hochglänzende Papier- und Kartonmarke (weiss und farbig).

Chromopapier ist holzhaltiges oder holzfreies Papier, das einseitig gestrichen ist. Der stets wasserfeste Strich entspricht grundsätzlich dem von Kunstdruckpapier; die Streichmasse ist aber wegen anderer Anforderungen an das Produkte (gute Offsetdruckeignung sowie Präge-, Lackier- und Bronzierfähigkeit) anders zusammengesetzt. Chromopapier wird überwiegend für Etiketten, Einwickler und Bezugpapiere eingesetzt.

Chromosulfatkarton Ein zäher, stabiler Karton mit meist hohem Oberflächenanstrich. Für hochwertige und beanspruchbare Broschüren und Buchumschläge, Faltschachteln und sonstige Verpackungen, Glückwunschkarten usw.. Hervorragend geeignet zum Rillen, Stanzen, Prägen und Lackieren.

Chromotriplex-Karton Ein mindestens dreilagiger Chromokarton mit grauer Einlage. Rückseite hell oder weiss. Für Faltschachteln, Displays und Verpackungen.

Cicero Typographischer Schriftgrad mit der Größe 12 Punkt, entsprechend 4,5mm.

Cobbzahl Die Cobbzahl entspricht der Wassermenge, die 1 m2 innerhalb einer bestimmten Zeit aufnehmen kann. Sie wird nach standardisierten Verfahren gemessen und in Gramm angegeben.

Computer to Plate Elektronisches System zur Herstellung von Druckformen direkt von den Daten der EDV auf die Offsetplatte.

Cover Englische Bezeichnung für "Umschlag".

CTMP-Verfahren Chemi-Thermo-Mechanical-Pulp. Herstellungsverfahren eines Faserstoffes, der wie Holzschliff durch mechanische Zerfaserung von Holz gewonnen wird. Das zu zerfasernde Holz wird mit schwefelhaltigen Chemikalien und Wasserdampf vorbehandelt. Dabei werden bis zu 95% der Holzsubstanz genutzt, gegenüber ca. 50% bei traditionellen Zellstoffverfahren. Papiere aus CTMP-Holzstoff haben eine gute Festigkeit und hohe Opazität.

Curl Ist eine Formveränderung auf der Oberfläche des Papierbogens, wenn der Bogen sich zu einem Zylinder aufrollt.

CSB (chemischer Sauerstoffbedarf) Beim Chemischen Abbau von Verunreinigungen im Wasser wird Sauerstoff verbraucht. Der Sauerstoffverbrauch (Bedarf) ist dabei ein Mass für den Grad einer Verunreinigung. Als Oxidationsmittel bei der analytischen Bestimmung wird Kaliumdichromat vorgeschrieben.

Cyan Normdruckfarbe für einen Vierfarbdruck nach DIN 16 539 (Offsetdruck).