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Grösstes, mir bekanntes deutschsprachiges Papierlexikon.

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D

Dehnkrepp Papier, das durch Kreppen dehnbahr gemacht wurde. (Beispiele: Dekor-Krepp, Packkrepp, gekrepptes Klebeband).

Dehnung Papier neigt dazu, sich bei auftretender Feuchtigkeit zu dehnen: quer zu seiner Laufrichtung mehr als längs der Laufrichtung. Diese Eigenschaft stört beim Mehrfarbendruck (Dimensionsstabilität). Der Papiermacher begegnet ihr durch ein möglichst ausgewogenes Längs-Quer-Verhältnis der Papierfasern. der Offsetdrucker verwendet - soweit möglich - Papier in Schmalbahn. Durch Nachspannen der Druckplatte kann er eine evtl. Querdehnung des Papiers zumindest teilweise ausgleichen. ;  Dimensionsstabilität

DeInking Altpapier-Aufbereitungsprozess zur Druckfarbenentfernung (ink (engl.) = Tinte, Druckfarbe, Deinking = Entfernen von Druckfarbe bzw. Tinte.) Reinigungsverfahren zur Entfernung von Druckfarbe aus Altpapier zum Zwecke der Gewinnung von Sekundärfasern. Der aus bedrucktem Altpapier gewonnene Faserbrei wird dabei in einer Art Wäsche mit Seife und Natronlauge behandelt. Dabei lösen sich die Druckfarben, eingepumpte Luft treibt die Farbteilchen nach oben, wo sie als Schaum abgeschöpft werden können. Der Schaum wird eingedickt, verbrannt und die Asche deponiert. Flotationsverfahren

Densiometer Instrument zur Bestimmung der Luftdurchlässigkeit von Papier.

Densitometer Messinstrument in der Druckerei zur Kontrolle beispielsweise des Punktzuwachses, der Schwärzung oder der Volltondichte. Kann sowohl zum Messen von filmen als auch von Aufsichten verwendet werden. 

 

Densität (1) Wert der Kompaktheit oder des spezifischen Gewichtes des Papiers: Flächengewicht durch Dicke.

Densität (2) Ein Mass für die optische Dichte zum Beispiel eines Farbdruckes auf einem bestimmten Papier oder in einem Dia-Original.

Diagrammpapier Hochwertiges, technisches Spezialpapier zur automatischen Aufzeichnung von Messwerten in Registriergeräten.  

Dickdruckpapier Weiches, besonders stark auftragendes, elastisches, voluminöses Papier. Statt Dickdruckpapier findet man auch die Bezeichnung "Auftragende Papiere" oder "Daunendruck". Volumen von Papier, Werkdruckpapier

Digitaler Druck Aufarbeitung von Daten mittels Computer. Weiterleitung und Verarbeitung des digitalen Datenbestandes, ohne eine konventionelle Druckvorstufe zu verwenden.

Digitale Filmherstellung Übertragung digitaler Daten direkt vom Computer auf den Film ohne manuelle Montage.

Dimensionsstabilität Wichtige Qualitätseigenschaft eines Papiers für den Mehrfarbendruck. Bei Veränderung der rel. Luftfeuchtigkeit und durch Feuchtigkeitseinwirkung beim Offsetdruck kann es zu einer mehr oder weniger starken Veränderung der Dimension des Papiers kommen. Es entstehen Passerdifferenzen. Die Dimensionsstabilität eines Papiers wird mit einem Feuchtdehnungsmessgerät ermittelt ( nach DIN 53 130).

DIN Deutsche Industrie Normen. Die Normen sind in der Papierbranche vor allem bei den Faserstoffklassen (DIN827), bei den Papierstoffklassen (DIN 6721-6727 und DIN 6731-6734), sowie bei den Papierformaten (DIN476) von Bedeutung.

DIN-Format 3 Grundforderungen waren bei der Normung der Papierformate zu erfüllen:

1. Urformat = Rechteck von 1qm Grösse.

2. Jedes benachbarte Format muss sich durch Halbieren oder Verdoppeln ergeben.

3.  Jedes Format muss dem anderen in geometrischem Sinne "ähnlich" sein. Aus der Formel "Länge:Breite = SQRT(2):1" ergab sich für die Urgrösse DIN A0 die Abmessung 84,1x118,9cm (ca. 10.000qcm). Die daraus abgeleiteten Formate DIN A1, DIN A2, DIN A3, DIN A4 usw. werden noch durch die Reihen DIN D..., DIN C... UND DIN E... (für Papierfertigprodukte wie Briefhüllen, Aktendeckel, usw.) ergänzt.

DIN-Papierformate (Endformate) - DIN 476 Teil 1 und DIN 476 Teil 2 Die erste Fassung der beiden DIN-Normen 476 Teil 1 und DIN 476 Teil 2 ist im Jahre 1922 herausgekommen. Das Ergebnis wirkt bis heute nach: die meisten Staaten der Erde haben das Formatsystem der A-Reihe in deren nationale Normen übernommen. Dies geschah oftmals parallel mit der Übernahme des metrischen Systems.

Für eine Reihe von Anwendungsgebieten gibt es neben den DIN-Formaten weitere besondere Formate: Diese sind z.B.

a) 1/6 DIN = 20 x 21 cm (eigentlich 19,8 x 21cm nach DIN 198)

Dieses Format ist zwar nicht genormt (und insoweit ist die Bezeichnung nicht korrekt), es wird aber sehr gern z.B. für Fremdenverkehrsprospekte verwendet, gelegentlich auch für Kurzbriefe.

b) 64 x 65 cm oder 65 x 65 cm

Diese Formatschöpfung ist für den Druck von Fremdenverkehrsprospekten wichtig. Es können Vorder- und Rückseite auf einer Druckplatte, einer Montage und einem Filmnutzen gedruckt werden. Das einseitig, zumeist 4-farbig bedruckte Format wird umstülpt und ohne weitere Änderung auch auf der Gegenseite bedruckt.

c) gelegbendlich "tauchen" auch sonderliche Formate auf: 

Berliner Format = 470 x 630 mm

Rheinisches Format = 375 x 530 mm

Norddeutsches Format = 400 x 570 mm

d) Die deutschen Plakatformate richten sich nach der

8er-Teilung der zu plakatierenden Fläche = 89 x 126cm ergibt 356 x 252 cm Plakatfläche oder

9er-Teilung der zu plakatierenden Fläche = 119 x 84cm ergibt 356 x 252 cm Plakatfläche

Dioxine Dieser Begriff umfasst über 200 verschiedene Verbindungen der chlorierten Dioxine und Furane. Einige Vetreter dieser Gruppen zählen zu den gefährlichsten Giften. Dioxine sind ein Teil der organischen Chlorverbindungen, die sich beim Bleichen mit Chlorgas (Elementarchlor) bilden. Daher wird immer mehr auf diese Bleichverfahren verzichtet.  

Direct-Mailing Werbeaussendungen, teilweise personalisiert. Von Spezialdruckereien oft endlos vielfarbig bedruckt. Dabei bieten sich eine Vielzahl zusätzlicher Möglichkeiten an, z.B. Felder zum Rubbeln in Bezug auf eine Preisfrage o.ä..

Dispergieren Auflösen (Zerkleinern) eines Stoffes (z.B. Farben, Unreinheiten im Altpapier) in kleinste Partikel, die optisch nicht mehr als solche wahrgenommen werden.

Dokumentenpapier Aus veredelten Zellstoffen gefertigtes, hochwertiges Papier, das meistens ein echtes Wasserzeichen hat. Es wird vorzugsweise bei Behörden verwendet und muss spezielle Eigenschaften aufweisen. ; Alterungsbeständigkeit

Doppelsiebformer Papiermaschinentyp, der im Gegensatz zur sogenannten Langsiebpapiermaschine über zwei zusammenlaufende Siebe verfügt, zwischen denen die Papierbahn" geformt" wird. Duoformer

Doppelstrich Bezeichnung für gestrichene Papiere, die neben dem eigentlichen Top-Strich zunächst einen sogenannten Vorstrich erhalten um eine noch gleichmässigere Oberfläche zu bekommen. Gestrichene Papiere

Drucken Herstellung von Druckerzeugnissen mit identischem Aussehen durch Übertragung von Farbe über eine Druckform.     

     

                                            Buchdruck                                             Offsetdruck

Druckfarbe Es wird zwischen wegschlagenden, oxydativen und Spezialdruckfarben unterschieden. Je nach Einsatzzweck und Papiersorte ist eine Abstimmung für das Erzielen eines optimalen Druckergebnisses wichtig.

 

 

Druckpapier Sammelname und Oberbegriff für alle Papiere, die ungestrichen (Naturpapier) oder gestrichen zum Bedrucken geeignet sind und sich in den verschiedenen Druckverfahren störungsfrei verarbeiten lassen. Gestrichene Papiere

Druckschwierigkeiten Für die Verarbeitung des Papiers gibt es optimale klimatische Bedingungen. Grössere Unterschiede in der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit bereiten den Druckern und Verarbeitern oftmals grosse Schwierigkeiten. Temperaturen zwischen +18°C und +20°C, sowie eine relative Luftfeuchtigkeit von 55 - 65 % sind für das Papierlager und den Verarbeitungsraum richtig. Vor allen Dingen bei Mehrfarbendrucken auf gleichbleibende Temperatur und Luftfeuchtigkeit bei allen Farben achten.

Duktor Eine Walze im Druckwerk, die die Farbe vom Farbkasten auf die Walze im Druckwerk überträgt.

 

 

Dünndruckpapier Leichtgewichtiges (dünnes), wenig durchscheinend gearbeitetes Papier. Für beidseitigen Druck von Lexika, Bibeln, Arzneibeipackzetteln u.ä..

Dünnpostpapier Leichtgewichtiges, jedoch festes, matt-weisses oder farbiges Papier, u.a. für die Herstellung von Durchschreibesätzen.

Duoformer Papiermaschine, bei der die Papiermasse zwischen zwei Sieben entwässert (Entwässerung) und formiert wird. Sieb

Duplexkarton Besteht aus drei Stofflagen, wobei die Einlage und die rückseitige Decklage zumeist aus Altpapierstoff gefertigt ist. Faltschachtelkarton

Durchforstung des Waldes ist notwendig, um ein gesundes Wachstum der Bäume zu gewährleisten. Aus dem Gesichtspunkt der Waldpflege heraus müsste heute noch mehr durchforstet werden, als dies bisher geschieht. Problem bei der Durchforstung ist, dass einzelne Bäume gefällt werden, die Nachbarbäume aber stehenbleiben sollen. Daher können keine hochmechanisierten Verfahren angewendet werden. Als Nutzholz nicht einzusetzen, findet das Durchforstungs- oder Schwachholz hauptsächlich Verwendung in der Zellstoff- und Papierindustrie sowie in der Spanplattenindustrie.

Durchreissfestigkeit Mass für die mittlere Kraft, die nach dem Einschnitt zum Durchreissen der Papierprobe erforderlich ist (DIN 53128)

Durchschlag-Papier Holzfreies, weisses oder farbiges, vollgeleimtes Papier. 30-40g/qm.

Durchsicht Prüfung und Beurteilung eines Papiers bei durchfallendem Licht. Dabei wird unterschieden nach gleichmässiger, ruhiger und klarer Durchsicht bei guten Papieren und ungleichmässiger, wolkiger und sehr unruhiger Durchsicht bei weniger guten Papieren. Formation