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Hackschnitzel
Zu
kleinen Teilen „gemahlenes“ Holz zur Herstellung von Holzstoff oder Zellstoff.
Hadern
(Lumpen) waren bis weit
ins 18. Jahrhundert hinein das einzige Rohmaterial der Papierherstellung.
Heute stellen solche Textilfasern weniger als ein Prozent des gesamten
Rohstoffverbrauchs. Unter den Begriff Hadern fallen Fasern, die praktisch
aus reiner Zellulose bestehen, also keinerlei verholzte Bestandteile aufweisen.
Eingesetzt werden sie vor allem für Papiere, an die besondere Ansprüche
gestellt werden, wie Banknoten- und Dokumentenpapiere oder Dünn- und Bibeldruckpapiere.
Hadernpapiere
Besonders gute und alterungsbeständige
Papiere Alterungsbeständigkeit
von hoher Festigkeit. Hadernhaltiges Papier Mit der Zusammensetzung aus mindestens fünfundzwanzig
Prozent Hadernzellstoff und den Rest aus gebleichtem chemischen Zellstoff.
Haftklebe-Papier Mit aktivem Klebstoff ein- und beidseitig beschichtetes
Papier. Zur Verhinderung vorzeitigem Klebens ist es mit klebstoffabweisendem
(z.B. siliconisiertem) Papier/Folie abgedeckt. Hauptverwendungszweck:
Etiketten. Halbstoff ist die Mischungen von Ingredienzien, die nötig ist, um eine bestimmte Papierqualität herzustellen. Suspension, Wasserlösung aus Zellstoff und anderen Rohstoffen. Faserstoffe, (Hadern-Halbstoff, Holzschliff, Halbzellstoff, Altpapier, Zellstoff), die unter Zugabe von Wasser und Hilfsstoffen zur eigentlichen Papiermasse aufbereitet werden. Halbzellstoff
ist ähnlich wie Braunschliff,
Chemieschliff und
TMP
ein Mittelding zwischen Holzschliff und Zellstoff. Durch ein teilweises
chemisches Aufschliessen werden die unerwünschten Bestandteile des Holzes
(Lignin,
Harz) zum Teil herausgelöst. Daran schliesst sich eine mechanische Nachbehandlung
an. Halbzellstoff ist wesentlicher Halbstoff
für die Produktion der Wellenpapiere für Wellpappen.
Handdurchschreibe-Papier / Chemische
Papiere
Papier mit (meist blauer, gelber oder roter) Farbschicht, das die Farbe
durch mechanischen Druck (z.B. durch Kugelschreiber) an eine Unterlage
abgibt. Handgeschöpfte
Papiere Diese
Methode wurde seit der Erfindung des Papiermachens (ca. 105 n. Chr.) bis
zur Entwicklung der Papiermaschine (1799/Louis Robert) angewandt. Mit
Hilfe eines Siebbespannten Schöpfrahmens schöpfte der Papiermacher aus
der "Bütte" den dünnen, wässrigen Papierbrei. Heute wird noch
in Museen und von künstlerischen Papiermachern Papier handgeschöft. Handgeschöpfte
Papiere werden heute nur noch sehr selten hergestellt. Das im Handel erhältliche
"Echtbüttenpapier" wird auf Rundsiebmaschinen produziert. Büttenpapier,
Bütte Hanf
Zähe, wasserfeste Bastfaser
aus der in Europa und Asien kultivierten Einjahrespflanze Hanf, deren
Stauden bis zu 3,5 m hoch wachsen. Sie können zur Herstellung von Zellstoff
und Papier
genutzt werden. Hartpostpapiere
Naturpapiere und Schreibmaschinenpapiere
besonders guter Qualität, die beim Biegen oder Knittern mit der Hand "klanghart"
wirken. Harzleimung
Von Moritz Fr. Illig (1777-1845)
erfunden und 1806 veröffentlicht; statt der bisher üblichen, nachträglichen,
tierischen Oberflächenleimung zur Bindung der Fasern und Reduktion der
Saugfähigkeit von Schreibpapieren
werden nun Harze und Alaun dem Ganzstoff
zugesetzt. Leime Harzleim
= Holz Harz
= Säure, die wasserunlöslich ist.
Freiharze
= Unveränderte Harze = wasserunlöslich Modifizierte
Harze
= verseifte Harze mit NaO2 = wasserlöslich Fällungsmittel
= Aluminiumsulfat ;
Alaun Hemicellulosen
werden aus einer geringen
Anzahl von Zuckermolekülen gebildet. Sie sind in verdünnten NaOH (17,5%igen
Natriumdioxyd) löslich, Zellstoff dagegen nicht. Bei der Zellstoffmahlung
ist Hemizellstoff zur Mahlgrad- und Festigkeitsentwicklung erforderlich,
sie bilden Schleimstoffe die bei der Blattbildung als Kittsubstanzen wirken.
Hilfsstoffe
der Papierherstellung
sind im wesentlichen Füllstoffe,
Farbstoffe und Leim.
Um Papieren ganz spezielle Eigenschaften zu geben, können daneben noch
andere Hilfsstoffe, wie z. B. Kunstharze, eingesetzt werden. Hochglanz-Papier Wenn die Papieroberfläche durch nachträgliches Auftragen
von Streichmasse verbessert wurde, kann sie durch Glätten im Kalander
bis hochglänzend "satiniert" werden. Auch durch spezielle Kontakt-Trocknung
mit einem Hochglanzzylinder kann gussgestrichenes Papier ohne Satinage
hochglänzend gefertigt werden. Holländer Im 17.Jahrhundert von den Holländern entwickeltes
trogförmiges Mahlwerk mit festen Grundmessern und sich drehender Messerwalze.
Zum Aufbereiten (Zerquetschen, Zerschneiden) der Fasern für Papier. Die
Fasern werden je nach Einstellung der Messer unterschiedlich gemahlen:
Je nach Verwendungszweck in "rösche Mahlung" oder "schmierige
Mahlung"; in kurz oder lang. Dies ist entscheidend für den Charakter
des Papiers.
Holz
wird in der Schweiz weniger eingeschlagen, als in der gleichen Zeit nachwächst.
Der Holznachwuchs lag im Jahr 2001 bei 10 Mio. m3. Das entspricht so etwa
dem Fassungsvermögen des Thunersees. Holz wurde erst 1843 als Grundstoff
für die Papierindustrie entdeckt. Heute ist es ein wichtiger Faserrohstoff
für die Papierherstellung. Bevorzugt wird für diesen Zweck Nadelholz,
weil es längere Fasern liefert als Laubholz. Die kürzere Laubholzfaser
wird als Beimischung für grafische Papiere sowie für Chemie- und Kunstfaserzellstoff
eingesetzt. Holzfreie
Papiere Werden
ausschliesslich aus Zellstoff
hergestellt. Diese Papiere und Kartons enthalten zwar Holz,
aber bestehen aus mindestens 95% Zellstoff. Der Zellstoff
wird chemisch aufbereitet und hat eine hohe Alterungsbeständigkeit. Holzhaltige Papiere Werden mit einem höheren Anteil von verholzten
Fasern (Holzschliff)
hergerstellt und weisen deshalb eine niedrigere Festigkeit als Papiere
aus Zellstoff
auf. Holzhaltige
Papiere vergilben rasch und haben eine geringe Alterungsbeständigkeit. Holzschliff
(HS) Das
frischgeschnittene Durchforstungsholz, mehrheitlich Fichten und Tannen,
wird in Holzprügel zugeschnitten und entrindet. Unter einem Wasserstrahl
reisst der rotierende Stein des Schleifers feuchte Fasern aus dem Holz,
die dann von Aesten und gröberen Holzstücken gereinigt werden. Der daraus
aufbereitete flüssige Brei wird in einem Eindicker zu einer Konsistenz
von 35 bis 40% angetrocknet und für die Lagerung und den Transport zur
Papierfabrik zu Platten gepresst. Je nach dem angewandten Verfahren entsteht
dabei Weissschliff,
Braunschliff oder
Chemieschliff.
Ausser den Zellstoffasern bleiben auch die Holzbestandteile Lignin
und Harz in der Fasermasse enthalten. Wegen des Lignins vergilbt Papier
aus Holzschliff schnell. Es wird daher vor allem für eine kurzlebige Verwendung
eingesetzt, z. B. als Zeitungspapier. Holzstoff
ist der Oberbegriff für
einen ganz oder nahezu ausschliesslich mit mechanischen Mitteln hergestellten
Faserhalbstoff. Holzvorrat
der Bundesrepublik wurde
zuletzt durch die Forsterhebung 1961 geschätzt. Damals kam man auf insgesamt
826 Millionen Festmeter. Unter Berücksichtigung des jährlichen Nettozuwachses
(Zuwachs ./. Einschlag und Naturschäden) dürfte er heute ca. 900 Millionen
Festmeter betragen. Holzzellstoff
Durch chemische Aufschliessung
des Holzes gewonnener Zellstoff.
HWC-Papier
Heavy Weight Coated paper
= schwergewichtiges, gestrichenes Papier über 90 g/m2, holzfrei oder holzhaltig
für den Rollenoffsetdruck. Hydrofix Spezielles, kochfestes, farbfestes, laugenbeständiges
Papier. Für die Auszeichnung von Textilien bei der chem. Reinigung. Hygienepapiere
Grosse Gruppe der in Haushalt, Industrie und Gesundheitswesen weit verbreiteten
Artikel zur einmaligen Verwendung (z.
B. Toilettenpapiere, Haushaltstücher, Papiertaschentücher und -servietten,
Kinderwindeln, Erfrischungstücher. usw.).
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