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Grösstes, mir bekanntes deutschsprachiges Papierlexikon.

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M

Magazinpapier Andere Bezeichnung für Illustrationsdruckspapier

Mahlung Man versteht darunter die mechanische Bearbeitung der Fasern zwischen den rotierenden und gegeneinander stehenden, gepressten Messer- oder Basaltlavagarnituren, einer Mahlmaschine (Refiner). Die Veränderung von Faserstoffen um bestimmte Eigenschaften zu erreichen. Dabei wird grob unterschieden zwischen den Mahlungszuständen "lang und rösch", "kurz und rösch", "lang und schmierig", "kurz und schmierig".

Mahlgradprüfung Die Entwässerungsgeschwindigkeit ausgedrückt in °Schopper-Riegler (SR) wird im Mahlgradprüfer nach Schopper-Riegler gemessen. Die Stoffwassertemperatur von 20°C ist genau einzuhalten. In einigen Länder wird die Mahlgradbestimmung nach dem Canadian Standard (freeness) durchgeführt.

Maschinenbüttenpapier Büttenpapiere, die nicht traditionell von Hand aus einer Bütte geschöpft, sondern auf besonders ausgerüsteten Rundsiebpapiermaschinen.

Maschinengestrichenes Die Technik des Streichens bestand darin, die Farbe (Pigmente, Bindemittel) mit einem grossen Pinsel aufzutragen und die Bogen aufgehängt trocknen zu lassen. Daher rührt auch der Name. Ab ca. 1860 wurde das Papier dann in der Papiermaschine gestrichen. Der (noch aus den 50er Jahren stammende) Sammelbegriff für Offset-, Hoch- und Tiefdruckpapiere- obwohl Papier heute mehrheitlich nicht mehr direkt in der Papiermaschine gestrichen wird.

Makulatur Aussortierte, mangelhafte Produktion von graphischen Drucksachen.

Maschinenglatt ist Papier, das das Glättwerk der Papiermaschine durchlaufen hat. Nicht zu verwechseln mit der Satinage durch den Kalander.

Maschinenpappe wird in Endlosbahnen auf einer Kartonmaschine wie Karton gefertigt. Gegensatz: Wickelpappen.

Massenentsäuerung Verschiedene Verfahren zur Entsäuerung grösserer Mengen von Büchern um sie vor dem Zerfall zu retten. Dabei wird unterschieden zwischen wässrigen, nicht wässrigen oder alkoholischen und gasförmigen Entsäuerungsverfahren.

Masseleimung / Färbung Zugabe von verseiftem Harzleim vor der Blattbildung in der Fasermasse, um das Papier bedruckbar bzw. tintenfest zu machen.

Mattgestrichene Papiere Gestrichene Papier, die sich durch eine matte, mehr oder weniger rauhe Oberflächenstruktur auszeichnen. Es gibt auch glänzend und halbmatt gestrichene Papiere.

Mattpostpapiere Meist holzfreie, vorwiegend weisse Naturpapiere mit und ohne Wasserzeichen. Sie werden auch als Schreibmaschinenpapier bezeichnet.

Mehrfachrundsiebmaschinen Papiermaschinen für die Herstellung von Karton und Pappe mit mehrlagigen Papierfaserstoffbahnen, die noch in sehr feuchtem Zustand zusammengepresst, gegautscht (gautschen) werden.

Mehrschichtenblattbildung Spezielles Stoffauflaufsystem (Langsiebpapiermaschine) für eine Papiermaschine.

Melieren Gefärbte Fasern werden dem Papierstoff beigemischt.

Metallpapiere Aus unserem Alltag nicht wegzudenken: Papier, das hauchdünn mit Metall beschichtet ist. Als Aromaschutz für Kaffee oder Tee, steckt in Getränkekartons, Zigarettenschachteln, umhüllt Kaugummi. Papier, das in Hochvakuum-Kammern mit einem hauchfeinen, aber dennoch dichten Metallüberzug (bei weit über 1000°C) bedampft wurde.

Millimeter-Papier Dimensionsstabiles, tinten- und tuschfestes Papier, holzfrei weiss und transparent mit feinem Liniennetz, in Millimetereinteilung bedruckt.

Mischbütte Behälter in der Papierfabrikation, um Holzstoff und Zellstoff nach der Mahlung mit Füllstoffen und den übrigen Zusätzen zu mischen.

Mittelfeine Papiere Papiere sind leicht holzhaltige Druck- und Schreibpapiere, holzhaltig.

Molette-Wasserzeichen Ein sogenanntes unechtes Wasserzeichen , das durch die Verdichtung (Prägung) der feuchten Papierbahn nach Verlassen des Langsiebes hergestellt wird. Diese Zeichen lassen sich durch befeuchten wieder entfernen.

Mottling Mottlingerscheinungen treten im mehrfarbigen Offset auf. Sobald eine frisch gedruckte Farbe über weitere Gummitücher laufen, kommt es zu einem wolkigen Ausdruck. Folgende Ursachen können diese Erscheinung hervorrufen: - unterschiedliches Farbwegschlagverhalten - Probleme bei der Strichtrocknung (ungleichmässig) - schlechtes Rohpapier - nicht übereinstimmen des Verhältnisses Vor- und Deckstrich - schlechte Strichverteilung - nicht angepasste Druckfarben - falsche Farbreihenfolge - nicht geeignete Gummitücher - schlechte Feuchtwasserführung.

Multifunktional Multifunktional bezeichnet man Papiere, die für mehrere Drucktechniken einsetzbar sind. So z.B. multifunktionales Offsetpapier, geeignet für Offsetdruck, Inkjet, Kopierer, Laserdrucker.