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Grösstes, mir bekanntes deutschsprachiges Papierlexikon.

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P

Pagina (lat.) Seitenzahl

Palette Mengeneinheit von ca. 500kg Papier. Der Name wurde von dem mit Gabelhubwagen unterfahrbaren Palettenbrett übernommen.

Paperback (engl.) Kartonumschläge für Taschenbücher (Fadenheftung, Klebebindung, Einhängung).

Papier Die Papierherstellung hat gemäss Überlieferung ihre Wurzeln in China, etwa um 105 nach Chr. (Tsai Lun, Chin. Beamter)

                

 DIN 6730: »ein flächiger, im wesentlichen aus Fasern meist pflanzlicher Herkunft bestehender Werkstoff, der durch Entwässerung einer Faserstoffaufschwemmung auf einem Sieb gebildet wird«.

Papieranfaserung Technik zur Ergänzung von Fehlstellen im Papier bei der Restaurierung von Büchern.

Papierformate DIN-Formate

Papiergewicht  Flächengewicht

Papiermaschine ist das zentrale Element jeder Papierfabrik. Auf bis zu über 10 Metern Breite und bis zu 200 Metern Länge sind unter dem Sammelbegriff »Papiermaschine« sehr unterschiedliche Aggregate hintereinandergeschaltet: Stoffauflauf,

 

Siebpartie, Pressenpartie, Trockenpartie und Aufrollung sind - bei sehr variablen Konstruktionsmöglichkeiten - die Standardelemente.

Im Stoffauflauf wird der Faserbrei (mit bis zu 99 Prozent Wasser aus der Aufbereitung) gleichmässig auf ein äusserst feines Endlossieb aufgebracht, das sich ständig fortbewegt und - ausser bei sehr schnellen Maschinen - auch seitlich geschüttelt wird.

Hier verfilzen sich die Fasern zu einer einheitlichen, noch nassen Papierbahn (»Blattbildung«). In dieser Siebpartie läuft überschüssiges Wasser durch das Sieb ab, am Ende liegt der Wassergehalt noch bei etwa 80 Prozent. Die Bahn ist dann bereits fest genug, um sie vom Sieb abzunehmen und mit Hilfe von Filzbändern in die anschliessenden Nasspressen zu leiten. Nach dieser weiteren Entwässerung, die den Wassergehalt auf gut 50 Prozent reduziert, beginnt der längste Teil der Papiermaschine, die Trockenpartie.

Auf bis zu 100 dampfbeheizten Trockenzylindern wird der Papierbahn der Rest der Feuchtigkeit entzogen. Daran können sich bis zum Aufrollen der Bahn auf einen Tambour noch verschiedene, nicht obligatorische Arbeitsgänge anschliessen. So kann ein Streichwerk eingeschaltet sein, in dem die Papierbahn auf halbem Wege zur endgültigen Trocknung noch gestrichen wird.

Für bestimmte Verwendungszwecke wird das Papier ausserhalb der Papiermaschine noch besonders veredelt ;  (satiniert bzw. geglättet). Beachtlich sind die Geschwindigkeiten, mit denen moderne Papiermaschinen arbeiten. So kann eine Zeitungsdruckpapiermaschine mit einer Arbeitsbreite von 9 Metern Geschwindigkeiten bis zu 900 Meter pro Minute (= 54 km/h) erreichen und so in 24 Stunden 600 Tonnen Papier mit einem Flächengewicht von 52 g/m2 erzeugen. Zum Vergleich: ein mittelalterlicher Papiermacher schaffte mit 24 Arbeitern in 16 Stunden etwa 100 Kilogramm Büttenpapier. Je nach Art des Papiers laufen Papiermaschinen mit Geschwindigkeiten bis zu 2000 m/min. in anderen Fällen erreichen sie jedoch nur einige m/min.

Papiermängel Papier ist ein Gebilde aus überwiegend organischen Fasern. Es verlangt bei Herstellung, Oberflächenveredelung, Transport, Lagerung und Verarbeitung sorgsame Behandlung. Bei der Herstellung sind Toleranzen in definierten, engen Grenzen unvermeidbar. Bei der Weiterverarbeitung ist der Schutz vor ungünstigen Witterungseinflüssen zu beachten.

Papierprüfung Methoden und eine Vielzahl von Vorschriften und Normen, um Papier und Karton auf Eigenschaften, Beschaffenheit, Qualität und Güte nach genau definierten und nachvollziehbaren Methoden auf speziellen Prüfgeräten und auch Probedruckgeräten (zur Prüfung der Bedruckbarkeit) zu überprüfen. Bei allen Prüfungen ist das erforderliche Prüfklima nach DIN 50 014 einzuhalten.

Papierrohstoffe sind in erster Linie Holz, daneben aber auch Textilien (Hadern) und Stroh. Ein weiterer Ausgangsstoff, der wesentlich zur Papierherstellung eingesetzt wird, ist das Altpapier.

Papiertechnische Stiftung (PTS) in München ist eine vom Verband Deutscher Papierfabriken. e. V. VDP und vom Hauptverband der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie getragene Einrichtung, die sich der Förderung der Forschung und Ausbildung in Papiererzeugung und -verarbeitung widmet. Diese Aufgabe wird durch ein stiftungseigenes Forschungsinstitut und die Förderung vor allem der Ausbildung in der entsprechenden Fachrichtung an der Fachhochschule München wahrgenommen.

Papiervolumen Unter Volumen versteht man den Rauminhalt eines Körpers. Das Volumen eines Papiers zeigt das Verhältnis seiner Dicke zu seinem g/m²- Gewicht. Bei normal gearbeitetem Papier mit normaler Glätte spricht man hinsichtlich seines Rauminhaltes von einfachem Volumen oder 1/1 Volumen. Bei gleichem Quadratmetergewicht ist ein Papier um so griffiger, je voluminöser es ist. Z. B. bei einem Gewicht von 100 g/m². 1/1 faches Volumen = 0,100 mm Dicke 1 1/4 faches Volumen = 0,125 mm Dicke 1 1/2 faches Volumen = 0,150 mm Dicke 1 3/4 faches Volumen = 0,175 mm Dicke 2 faches Volumen = 0,200 mm Dicke 2,2 faches Volumen = 0,220 mm Dicke Vergleichstabelle für mglatt Werkdruck erforderliche Grammgewichte bei 2

Pappe Definition wie Papier mit einer flächenbezogenen Masse über 225g/m2 und hat darum eine grössere Festigkeit. Nach dem Produktionsverfahren werden Maschinenpappen und Wickelpappen unterschieden.

Papyrolin Werkstoff, der früher für Ausweise, zeitbeständige Dokumente, Versandtaschen und z.B. Schulwandtafeln verwendet wurde. Aus ein- oder beidseitig kaschiertem Gewebe. Heute durch Kunststoffpapiere weitgehend ersetzt.

Papyrus (Nicht nur Namengeber dieser Homepage) Sumpfpflanze (Cyperus papyrus) aus der die alten Ägypter (bereits 3.500 v. Chr.) einen Beschreibstoff und damit den Vorläufer unseres Papieres herstellten. Sie schnitten das Mark der Pflanzen in Streifen, legten sie kreuzweise übereinander, pressten und hämmerten, glätteten und trockneten sie.

              

Paraffin-Papier Imprägniertes (orangefarbiges) Packpapier (Ölpapier), satiniert oder einseitig glatt. Für den verstärkten Feuchtigkeitsschutz.

Pauscht Alte Bezeichnung aus der Zeit des Handschöpfens für einen Stoss von 181 geschöpften Bogen, die zwischen 182 Filzen lagen und zum Entwässern gepresst wurden.

Perforation Mittels Stahlkämmen/Perforiermaschinen erzeugte Linie für Löcher/Schlitze, um das Durchreissen eines Papierbogens/-blattes an bestimmten Stellen zu erleichtern.

Pergament Ungegerbte, enthaarte, mit Kalk gebeizte Tierhaut. Eines der ältesten bekannten Materialien zum Beschreiben/Zeichnen.

Pergament-Ersatz Durch schmierige Mahlung fettdicht (aber nicht wasserfest) gemachtes Papier. Für Verpackungszwecke auch kaschiert.

Pergament-Papier Wird durch ein Schwefelsäurebad kochfest, fett- und wasserabstossend gemacht. Zum Verpacken von Fettprodukten, aber auch als Lampenschirm-Pergament bekannt.

Pergamin Scharf satiniertes, transparentes Papier. Für Fensterbriefhüllen, Süsswaren, Drachenpapier u.a.. Oftmals auch geprägt (z.B. Zwischenlagen in Fotoalben).

PH-Wert Man bezeichnet damit eine Potentialdifferenz (Galvani-Spannung), die in wässrigen Lösungen durch Konzentration der freien Wasserstoffionen erzeugt wird. Die Ionen-Konzentration wird in Gramm-Ionen pro Liter ausgedrückt. (Der pH-Wert (potentia Hydrogenium) ist ein Messwert, mit dem bestimmt wird, ob eine Flüssigkeit chemisch neutral reagiert, ob sie Säure oder Lauge enthält und wie stark deren Intensität ist. Die Masszahl zeigt die Stärke der Wasserstoff-Ionenkonzetration an. Von 0-7 wird der Säuregehalt und von 7-14 der Alkaligehalt des Feuchtwassers oder des Papieres angegeben.

pH     0- 3= stark sauer

pH     4- 6= schwach sauer

pH         7= Neutralpunkt

pH    8-10= schwach basisch (alkalisch)

pH  11-14= stark basisch (alkalisch)

Planschneider Schneidemaschine für grosse Papierformate.

Plakatpapier Naturpapier mit besonderen Eigenschaften für die Bedruckbarkeit und speziellen technologischen Voraussetzungen für das Einweichen vor der Plakatierung, für das Kleben und für die Witterungsbeständigkeit

Plakatformate Weltformat (B4) = 90,5 x 128 cm (B12) = 271,5 x 128 cm Schweizerformat 120,0 x 168 cm

Postconsumer-Waste Unbedruckte Papierabfälle

Postkartenkarton Holzfreier Naturkarton. Naturpapier, Karton. Er muss entsprechend der Postvorschrift ein Mindestgewicht von 150 g/m2 haben.

Preconsumer-Waste Bedrucktes oder gefärbtes Altpapier

Preprint Verarbeitungs- und Lagerempfehlungen zum Preprintvorgang: Preprint-Papier werden mit einer Feuchtigkeit von ca. 35% ausgeliefert, also bedeutend trockener als Standard-Offsetpapiere mit einer Feuchte von ca. 50% +/- 5%. Grundsätzlich handelt es sich um ein zu trockenes Papier, also um ein Material, das nicht im Gleichgewicht zur Raumfeuchte des Druckmaschinenraums, in der Regel 50-55% relative Feuchte, steht. Die niedrige Feuchte, die während des Offsetdruckvorgangs um nicht mehr als 5% zunehmen darf, verhindert, dass das Papier nach der Hitzefixierung im Laser- oder Kopiergerät zuviel Wasser verliert und damit seine ursprüngliche Planlage. Dies würde zu Druckauslassungen, Papierstaus oder Problemen beim automatischen Zusammentragen führen. Die niedrige Feuchtigkeit hat jedoch zur Folge, dass das Preprint-Papier viel schneller und sensibler auf seine "feuchte" Umwelt reagiert als ein Standard-Offsetpapier. Um ein funktionstüchtiges Produkt zu erhalten und Störungen bei der Verarbeitung in Kopierern oder Laserdruckern zu vermeiden, bitten wir Sie daher, folgende Empfehlungen zu beachten: Vor dem Offsetdruck: Lagern Sie das Papier mindestens einen Tag im Drucksaal, damit es sich an die Temperatur dort gewöhnen kann. Nehmen Sie das Papier erst kurz vor dem Bedrucken aus der Klimaschutzverpackung, damit es keine Feuchtigkeit aufnimmt. Während des Offsetdrucks: Fahren Sie mit möglichst geringer Wasserführung. Das Papier darf während des Offsetdrucks maximal 5% Feuchtigkeit zunehmen. Benutzen Sie wenn möglich ein Alkohol-Feuchtwerk. Der pH-Wert des Wischwassers darf nicht tiefer als 5,5 sein. Setzen Sie je nach Anwendungsgebiet Ihrer Erzeugnisse die nach Absprache mit Ihrem Farblieferanten geeigneten Farben ein. Nach dem Offsetdruck/in der Weiterverarbeitung: Umhüllen Sie sofort nach dem Druckvorgang das Papier mit einer Klimaschutzverpackung (z.B. Rieseinschlag, Folie, Plastiksack), damit es keine zusätzliche Feuchtigkeit aufnehmen kann. Lassen Sie das Papier nach dem Druck genügend lange ruhen, bis die Farbe nagelhart ausgetrocknet ist, damit sie bei der Weiterverarbeitung nicht durch die Gerätehitze aufgeweicht wird. Achten Sie beim Ausrüsten beim Endformat auf einen glatten Schnitt mit scharfgeschliffenen Messern. Er verhindert Geräteverschmutzungen und Verarbeitungsprobleme! Erst unmittelbar vor dem Gebrauch im Kopierer oder Laserdrucker die Verpackung öffnen, um Feuchtigkeitsaufnahme zu verhindern.

Pressenpartie Anschliessend an die Siebpartie folgt die Pressepartie. Hier erfolgt eine weitere mechanische ; Entwässerung und Verdichtung der Papierbahn. Langsiebpapiermaschine

Primärfaser Frischfasern aus pflanzlichen Rohstoffen zur Herstellung von Neupapier. Sie werden mechanisch (Holzschliff) oder durch chem. Aufbereitung (Zellstoff) gewonnen.

Programmpapier Lappiges, meist holzfreies Papier mit weichem Laubholz-Zellstoff, das beim Umblättern wenig Geräusche verursachen soll.

Pulp Englische Bezeichnung für den aufbereiteten, produktionsfertigen Faserstoff. Stoff, Ganzstoff

Pulper Im Pulper (Stoffauflöser) werden Zellstoff, Holzstoff oder Altpapier der Papierindustrie so stark aufgelöst und mit Wasser vermischt, dass sie pumpfähig und der Verarbeitung zugeführt werden können.