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Grösstes, mir bekanntes deutschsprachiges Papierlexikon.

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R

Radierfestigkeit Eigenschaft für Transparentpapiere, Zeichenpapiere und -kartons. Sie wird erzielt durch eine Imprägnierung oder Leimung des Papiers. 

Rakelstreichmaschine Streichmaschine für die Herstellung von gestrichenen Papieren. Dabei wird die Streichfarbe zuerst im Überschuss auf die Papierbahn übertragen und dann mit einer flexiblen Stahlklinge (Rakel= Bentblade oder Stiffblade) gleichmässig dosiert und egalisiert.

Randwelligkeit des Papiers Ungünstige Klimaeinflüsse können beim ; Papier unerwünschte Welligkeit hervorrufen. Durch Aufnahme von Feuchtigkeit von den Papierrändern quellen die Fasern und es entstehen Wellen an den Papierkanten.

Raster Mit Hilfe von Raster werden kontinuierliche Halbtöne in druckfähige Elemente zerlegt. Die Vorlage muss in regelmässige Linien oder Punkte angefertigt werden. Die Anzahl der Rasterlinien pro cm gibt die Rasterweite wieder (Grobraster: 32 Linien/cm, Feinraster über 80 Linien/cm). Eine neuere Rastertechnik ist der frequenzmodulierte Raster, der eine sehr hohe Detailwiedergabe erreicht. Die Rasterpunkte sind unregelmässig aufgebaut.

Raumklima Physikalischer Zustand der Luft in Lager- und Verarbeitungsräumen. Die Wasserdampfmenge hängt von der Lufttemperatur ab. Zur optimalen Verarbeitung von Papier ist ein ausgewogenes Klima (20°-22°C und 50-55% rel. Luftfeuchtigkeit) wünschenswert.

Raummeter ist eine Masseinheit für Schichtholz. 1 Raummeter (rm, Ster) ist ein mit Holzstücken ausgelegter Raum, von 1 m3 (einschliesslich der Zwischenräume). 1 Raummeter Rundholz entspricht etwa 0,75 Festmeter.

Reagenzpapiere Papiere, die mit einem chemischen Reagenz getränkt sind zum Nachweis gasförmiger Substanzen oder der alkalischen bzw. sauren Reaktion einer Lösung. Indikatorpapier

Reaktions-Papier Oberflächig oder im Stoff präpariertes Papier für das Durchschreiben ohne Kohlepapier.

Recycling im weitesten Sinne als die Wiederverwendung schon gebrauchter Materialien zu interpretieren, ist wesentlicher Bestandteil sowohl des Umweltschutzes als auch der Rohstoffökonomie. Die Idee des Recycling (das englische Wort hat seinen Ursprung im griechischen »cyclos« = Kreis) wird in der Papierindustrie seit Mitte des vergangen Jahrhunderts systematisch verwirklicht.

Recyclingpapiere Papiere die aus 100% Altpapier hergestellt werden. Unter Recyclingpapier fallen auch alle Sorten die teilweise unter den Begriff "Umweltschutzpapier" fallen. AP- Papier In der Praxis werden bei den Recyclingpapieren folgende Gruppen unterschieden:

a)       Recyclingpapier aus hochwertigen, sortierten Altpapieren

Es handelt sich um vorwiegend höherwertige, unbedruckte Sorten. Der Einsatz von minderen Altpapierqualitäten ist nur beschränkt möglich.

b)       Recyclingpapiere aus deinkten Altpapieren

Vorwiegend aus den qualitativ unteren Altpapiersorten (z.B. Zeitschriften, Zeitungen)

Refiner Kegelförmige Mahlmaschine, in der die Rohstoffasern mit hoher Geschwindigkeit "aufgeschlagen" (gequetscht, fibrilliert) werden. Dies geschieht durch Reiben der Fasern untereinander und durch Einwirken von Zentrifugalkräften zwischen feststehenden Messern/Scheiben und einem konischen Metallgehäuse. Mahlung 

Reissfestigkeit Qualitätskriterium für Papier. Man unterscheidet zwischen Einreiss- und Weiterreissfestigkeit in Längs- und Querrichtung, sowie Berstwiderstand (Berstdruck). Testmöglichkeit nach DIN 53112

Reisslänge bezeichnet man jene Länge eines Papierstreifens von 15 mm Breite und Dicke, bei der er  an einem Ende aufgehängt gedacht - infolge seines Eigengewichtes abreisst.

Restholz Industrierestholz

Ries Von ara. "rizma"= Ballen. Bezeichnung für eine variable Menge von Papierbogen, die in Ries-Einschlagpapier verpackt werden.

Rillfähigkeit Wichtiges Qualitätsmerkmal für Karton. Die Überprüfung der Rillfähigkeit erfolgt nach DIN 55 437

Rinde In China wird schon seit Jahrhunderten Papier aus der Rinde von Maulbeerbäumen hergestellt. Und in Nepal aus der Rinde von Seidelbast (Daphnepapier). In Bayern wird seit kurzem ein spezielles Naturpapier aus der Rinde heimischer Fichten produziert.

Rösche Mahlung Niedriger Mahlgrad   (Mahlung) zur Bearbeitung von Faserstoffen.

Rohpapier Bezeichnung für die in der Papierfabrik hergestellten Naturpapiere, die ausserhalb der Papiermaschine einer weiteren Veredelung, z.B. durch Streichen, unterzogen werden.

Rollenschneider dienen dazu, die Papierbahn in Längsrichtung ein- oder mehrmals zu teilen. Zu diesem Zweck läuft die Bahn mit hoher Geschwindigkeit über scharfe Messerrollen (Tellermesser), die genau auf die gewünschten Bahnbreiten eingestellt sind. Will man Formatpapiere erzeugen, so werden die Bahnen noch über einen Querschneider geführt.

Rollrakel-Streichverfahren Technik zum Streichen von Papier. Dabei erfolgt die Dosierung und Verteilung der Streichfarbe durch einen gegen die Laufrichtung der Maschine rotierenden Rundstab im Durchmesser von 8-13 mm.

                                      

 

Rotationsdruckpapier Oberbegriff für eine Vielzahl von Rollendruckpapier, sowohl für den Zeitungsdruck als auch für den Illustrationsdruck im Offsetdruck und Tiefdruck.

Rundsiebmaschinen arbeiten nicht wie Langsiebmaschinen mit flachen Siebbahnen, sondern mit Siebzylindern. Diese Rundsiebe rotieren meist in mit Faserbrei gefüllten Trögen. Dabei setzt sich der Papierstoff auf dem Sieb ab, das Wasser läuft nach innen ab. Das so gebildete Papierblatt wird dann mit einer Filzbahn vom Rundsieb abgehoben und durchläuft die gleichen Stationen wie auf den Langsieb-Papiermaschinen   (Papiermaschinen). Rundsiebmaschinen haben den Vorteil, dass sich mehrere Zylinder so hintereinander aufstellen lassen, dass mehrere Papierbahnen nass zusammengeführt und zu einer stärkeren Bahn vereinigt werden können. Deshalb setzt man sie vorwiegend zur Herstellung von Karton oder Pappen ein.

Rupffestigkeit Wichtige Festigkeitseigenschaft für Papiere die im Offsetdruck bedruckt werden sollen.