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Sägenebenprodukte
auch Sägewerksabfälle genannt,
sind Holzreste, die bei der Verarbeitung von entrindeten Stämmen zu Nutzholz
anfallen. Sie machten in 1997 immerhin 49,9% ( = 3,509 Mill. Festmeter
o.R.) des Verbrauchs von Faserholz in der deutschen Zellstoff-und Papierindustrie
aus. Satinage
Damit
das Papier Glanz und Glätte
erhält, wird es auf dem Kalander
durch übereinanderliegende, wechselweise angeordnete Walzen geführt. Das
Glätten erfolgt unter Wärme, Reibung und Druck. Satiniert
werden Papiere, für deren Verwendungszweck
(bedrucken mit feinem Raster) die Oberflächenqualität aus dem Glättwerk
der Papiermaschine
nicht ausreicht. Die Satinage erfolgt in einem Kalander, einem System
übereinanderliegender, meist beheizter Stahlgusswalzen und Papierwalzen,
durch die das Papier schlangenförmig hindurchgeführt wird. Säurefreie
Papiere Papiersorten,
die keine Säure und auch keine Restchemikalien, die Säure produzieren,
enthalten. Wenn von einem Papier Alterungsbeständigkeit
verlangt wird, sind solche Papiere zu bevorzugen. Lebensdauerklassen
SC-Papiere SC = supercalandered. Es sind Papiere mit stark verdichteter bzw. im Kalander geglättete Papiere für den Rollenoffset- und Tiefdruck. Schäler Ein Schäler entsteht, wenn sich die Bedruckstoffkante an einem scharfen Gegenstand schleift. Dies kann geschieht meistens beim Format zurückschneiden am Planschneider, oder beim Aufsetzen (Umstapeln) der Papierstosse. In den wenigsten "Fällen" ist beim Querschneider die Fehlerquelle zu suchen. (Aufroller / Zigarre) Schattenwasserzeichen Wasserzeichen
Scheuerfestigkeit Messbare, aber nicht mit absoluter Sicherheit steuerbare
Abriebfestigkeit (der Druckfarbe) beim Gegeneinander "Scheuern"
von nicht lackierten Drucksachen. Mattgestrichene Papiersorten sind nicht
so scheuerfest wie glänzende. Schleifen Holzschliff Schmalbahn Bezeichnung, aus der die Laufrichtung der Papierfasern eines Bogens hervorgeht. Dabei ist die kürzere (schmalere) Kante aus der Breite der Papierbahn der Papiermaschine geschnitten worden. Breitbahn Schmierige Mahlung Hoher Mahlgrad (Mahlung)
zur Bearbeitung von Faserstoffen. Rösche
Mahlung Schöndruck siehe Widerdruck Schreibmaschinenpapier Schreibmaschinenpapiere sind weisse oder farbige
Naturpapiere,
speziell zur Verwendung im Büro. Schreibpapiere Weisse oder farbige, holzfreie oder holzhaltige aber
auch mit Sekundärfasern
gefertigte Papiere mit Oberflächenleimung. Durch eine Satinage
erhalten sie im Kalander eine verdichtete und glatte Oberfläche. Schrenzpapier
ist einfachstes AP-Papier,
das ausschliesslich aus unsortiertem Altpapier hergestellt wird. Es ist
meist grau, manchmal bräunlich eingefärbt und hat ein Flächengewicht
von 80 g/m2 und mehr. Es dient vorwiegend als Ausgangsstoff für verschiedene
Wellpappen.
Schwachholz
; Durchforstung Seidenpapiere
sind - unabhängig vom eingesetzten
Faserstoff
- alle Papiere bis zu einem Flächengewicht
von 30 g/m2. Sekundärfasern
Fasern für die Papierherstellung
die ausschliesslich aus Altpapier
gewonnen wurden. Selbstdurchschreibepapier Funktionspapiere, weiss und farbig, für die Herstellung von Mehrfachformularen CFB - Papier Sieb
Metalltuch, das aus Drähten oder
Kunststoffäden gewebt wird und als endlose Bahn in einer Langsiebpapiermaschine
der Blattbildung und Entwässerung der Fasersuspension dient, die vom Stoffauflauf
aufgebracht wird.
Siebpartie Teil der Papiermaschine. Sieb Siebseite
Siebseite
nennt man die Seite des Papiers, die bei der Blattbildung
in der Papiermaschine
auf
dem Sieb
liegt. Oft ist sie (vor allem bei niedrigen Qualitäten) an einem leichten
Abdruck des Siebgewebes zu erkennen. Die dem Sieb
abgewandte Seite wird wegen der glatteren Oberfläche als "Schönseite"
oder "Schöndruckseite" bezeichnet.
Spielkartenkarton
Ein aus mehreren Lagen bestehender
geklebter Karton bester Qualität. Die äusseren Lagen sind hochweiss, während
die Mittelschichten oftmals gegen ein Durchscheinen grau bis schwarz gefärbt
sind. Spiegelglanz
siehe Gussgestrichene
Papiere Spindelpresse
/ Gautschpresse In der handwerklichen
Papiermacherei die Presse, mit der das Wasser aus den geschöpften und
zwischen Filzen aufgestapelten Bogen heraus gepresst wurde. Ster Raummeter Stoff
Ausdruck in der Papierindustrie
für die aus Fasern und einer Vermengung aus Fasern und Zutaten aller Art
hergestellte Mischung dieser Bestandteile mit Wasser.
Stoffaufbereitung Behandlung und Veränderung von Fasern sowie das Mischen
von Faserstoffen und Zusätzen im gewünschten Verhältnis entsprechend der
auf der Papiermaschine zu produzierenden Papierqualität. Stoffauflauf Wichtiger Bestandteil einer Papiermaschine. Er hat
die Aufgabe, den Stoff
nach der Stoffaufbereitung
dem Sieb in einer vorgegebenen
Menge zuzuführen. Streichmaschine Maschine zur maschinellen Herstellung von gestrichenen
Papieren . Sie hat die Aufgabe eine bestimmte Streichfarbe auf die Oberfläche des
eigentlichen Trägerpapiers oder Rohpapiers
zu übertragen. Strohzellstoff
wird durch Häckseln, mechanische
Behandlung und chemisches Aufschliessen
(Zellstoff) des Strohs
gewonnen. Sein Anteil am Rohstoffverbrauch der deutschen Papierindustrie
macht höchstens noch 0,2 Prozent aus. Sulfatzellstoff (auch: Natronzellstoff) entsteht durch Kochen von Holzschnitzeln in Ätznatronlauge mit Schwefelnatriumgehalt. Die alkalische Kochung ermöglicht es, auch harzhaltige Hölzer einzusetzen, da das Harz beim Kochen verseift wird. So wird es möglich, die für die Papierfestigkeit günstigen langen Fasern der Kiefer aufzuschliessen (Zellstoff). Das Sulfatverfahren bringt einen sehr festen, zähen Zellstoff hervor, Sulfatzellstoff ist schwieriger zu bleichen als Sulfitzellstoff. Er wird in der Bundesrepublik bislang nicht hergestellt; die pro Jahr benötigten 1,4 bis 1,5 Millionen Tonnen müssen voll importiert werden. Sulfitzellstoff
entsteht, wenn in Schnitzel zerhacktes
Fichten- oder Laubholz in einer Lösung aus Kalzium- oder Magnesiumbisulfit
und schwefliger Säure gekocht wird. Sulfitzellstoff hat gegenüber dem
Sulfatzellstoff
den Nachteil kürzerer Fasern - gleichbedeutend mit geringerer Festigkeit
im Papier -, ist aber leichter zu bleichen. Swan
Label Der SWAN LABEL ist ein Umweltzeichen
für nordische Feinpapiere. Das nordische Umweltzeichen wird vom Institut
für Normung SIS vergeben. Eine neutrale internationale Kontrollinstanz
beurteilt nicht nur das Produkt selbst, sondern auch den Herstellungsprozess
sowie den gesamten Lebenszyklus hinsichtlich aller direkt bzw. indirekt
auftretender Umweltbelastungen. Die Verpackung gilt normalerweise als
ein Teil des Produktes und wird daher in die Beurteilung mit einbezogen.
Zielsetzung: Der nordische Schwan soll dem Käufer helfen, unter dem Warenangebot
die am wenigsten umweltbelastenden Produkte auswählen zu können, und um
die Hersteller zu Produktentwicklungen zu motivieren, die Rücksicht auf
Gesundheit und Umwelt nehmen. Erfüllt ein Feinpapier die gestellten Bedingungen,
muss der Hersteller bei der Bewerbung um das Umweltzeichen sämtliche technischen
Daten des Produktes und der Herstellung offenlegen. Weiterhin muss er
damit einverstanden sein, dass eine unabhängige Organisation kontinuierlich
die Einhaltung der Vorschriften kontrolliert. Die Lizenz für den nord.
Schwan gilt für die Dauer von max. 3 Jahren und kann jederzeit widerrufen
werden, wenn die Bedingungen nicht erfüllt oder durch neue Technologien
umweltgerechtere Produktionsmöglichkeiten geschaffen werden. Die grundlegenden
Kontrollen des Swan - Zeichens für die ganzheitliche Papierherstellung
beziehen sich auf die eigentlichen Emissionen bei der Zellstoff- und der
Papierherstellung in die Umwelt. Die wesentlichen Parameter sind: 1. Die
organischen Chlorverbindungen im Abwasser der Zellstoff- bzw. Papierfabrik
(AOX) 2. Der chemische Sauerstoffbedarf des Abwassers der Zellstoff- bzw.
Papierfabrik (COD) 3. Die Schwefel - Emissionen während der Zellstoff-
bzw. Papierproduktion (S) 4. Stickstoffoxyd - Emissionen (NO und NO2).
Ein zusammenhängendes Punktesystem für die vier Messbereiche gibt Auskunft
über die Umweltverträglichkeit der ganzheitlichen Papierherstellung. Um
für ein Produkt die Swan-Auszeichnung zu erlangen, darf das Papier nach
der Prüfung der vier Emissionsbereiche in ihrer Addition eine Gesamtzahl
von 4,0 Punkten nicht überschreiten. Synthetische Papiere Nach DIN-ISO 6730 sind Synthesefaser - Papiere ein "flächiger, im wesentlichen aus Chemiefasern bestehender Werkstoff". |