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Grösstes, mir bekanntes deutschsprachiges Papierlexikon.

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V

Vakuumbedampftes Papier Papier, auf das auf feinste Metallteilchen (im gasförmigen Zustand) in luftleeren Druckkammern aufgedampft wurden. So wird ein metallischer Effekt erzielt.

Velinpapier Bezeichnung für ein Papier mit glatter Oberfläche und geschlossener, ruhiger Durchsicht. Sie stammt noch aus der Zeit der manuellen Papierherstellung.

Velourspapier Nachträglich mit Woll- oder Konststoffasern beflocktes Papier. Mit plüschartiger Oberfläche als Bezugspapier für Feinkartonagen und z.B. Besteckkästen.

Verbrauch an Papier, Karton und Pappe lässt sich exakt nicht ermitteln. Man behilft sich mit der Grösse des rechnerischen Verbrauchs, der sich aus der Inlandsproduktion zuzüglich der Importe abzüglich der Exporte ergibt. Die meist geringen Veränderungen in den Lagerbeständen bleiben also aussen vor. Der rechnerische Verbrauch der Bundesrepublik an Papier, Karton und Pappe im Jahre 1984 errechnet sich wie folgt: 9,1 Millionen Tonnen Produktion + 4,5 Millionen Tonnen Import ./. 2,8 Millionen Tonnen Export = 10,8 Millionen Tonnen.

Veredelung gestrichen und beschichtete Papiere.

Vergé-Papier Französische Bezeichnung für geripptes Papier.

Vergilben Durch Licht- und Sauerstoffeinwirkung verfärben sich insbesondere bei holzhaltigen Papieren die im Holz enthaltenen Lingine und andere verholzte Fasern.

Verpackungskarton und –pappen sind Karton, Vollpappen, Holzkarton (aus Holzschliff), Graukarton (aus Altpapier). Ausserdem gehören zu dieser Gruppe Wickelpappen.

Verpackungspapiere sind sämtliche für Verpackungszwecke verwendeten Papiere. Dazu zählen Kraftsackpapier, Kraftpackpapier und ausserdem gewöhnliche Packpapiere wie Schrenzpapier, mittlere und bessere Packpapiere (überwiegend auf Zellstoff- und Altpapierbasis), Pergamentersatz- und Pergamentpapier.

Versandtaschen-Papier Kräftiges, meist einseitig glattes, aber auch 2-lagiges (weiss/naturfarben) Zellulosepapier. Zur Fertigung von Versandtaschen ab der Grösse DIN C5.

Vervielfältigungs-Papier Gruppe der Büropapiere, die im Wachsmatrizenverfahren (Saugpostpapier) oder Spirit-Carbon-Verfahren (Umdruckpapier) verwendet werden, um einfarbige Schriftstücke zu vervielfältigen.

Visitenkarten-Karton Matter, glatter oder geprägter Feinkarton. Zur Herstellung von Besuchskarten.

Vliesstoffe Blattförmige Gebilde aus halb- oder vollsynthetischen Faserstoffen. Sie werden auf unterschiedliche Weise (mechanisch, durch Schrumpfen, durch Verschweissen oder durch Quellen) miteinander verfestigt. Dabei ergibt sich ein papierähnliches Produkt mit ausgeprägten technischen Eigenschaften. Verwendungsgebiet: Filter, Einwegtextilien, Isolierstoffe, Trockentücher.

Vollfarbkopierer Kopierer mit vier verschiedenen Tonerfarben für farbige Kopien. Als Originale können Aufsichtsvorlagen oder Daten ab PC verwendet werden.

Vollgeleimtes Papier Durch Zusatz von Harzleim und anderen Chemikalien in der Fasermasse (1/1) läuft auf diesen Papieren Tintenschrift nicht aus.

Vollpappe Oberbegriff für alle massiven (einlagigen, gegautschten, geklebten, beschichteten) Pappen. In vielen verschiedenen Qualitätsstufen. Gegensatz hierzu: Well-Pappe.

Volumen Wesentliches Unterscheidungsmerkmal von Papier (z.B. Werkdruckpapier), bei dem das Papiergewicht im Verhältnis zu seiner Bogenhöhe bewertet wird. Beispiele: Papiergewicht 1000 Bogen-Höhe Volumen 80g/qm 8cm 1-fach 80g/qm 12cm 1,5-fach 80g/qm 16cm 2-fach Das Volumen wird durch besondere (rösche) Mahltechnik des Papierrohstoffes und auftragende Entwässerung in der Papiermaschine erreicht.

Vordruck-Papier Gelegentlich benutzter Sammelbegriff für alle Papiere in Bogen oder Rollen, die zur Herstellung von Vordruckformoularen (speziell bei Belegleser-Papieren) hergestellt werden.

Vorsatzpapier Mattes, weisses oder leicht getöntes, kräftiges, meist holzfreies, geripptes Papier. Als sog. "Spiegel" wird es auf die vorderen und hinteren Innenseiten der Buchdeckel als Abdeckung geklebt. Als "fliegendes Blatt" stellt es auch den Übergang zum Buchblock dar.